Abyssinier-Katze (depositphotos.com)

Welche Katzenrasse hat große Ohren

Welche Katzenrasse hat große Ohren?

Große Ohren gehören zu den auffälligsten körperlichen Merkmalen, die eine Katze haben kann. Sie verleihen manchen Rassen etwas Wildes, anderen etwas Elfenhaftes – und bei wieder anderen wirken sie einfach unverwechselbar markant. Doch welche Rassen sind tatsächlich für ihre großen Ohren bekannt, und was steckt dahinter? Ein Überblick über die bekanntesten Vertreter.

Große Ohren sind bei Katzen kein Zufall. Sie entstehen durch gezielte Zucht auf bestimmte körperliche Merkmale und hängen oft mit dem Ursprung einer Rasse zusammen. Rassen aus warmen Klimazonen haben häufig größere Ohren – vermutlich weil große Ohren bei der Wärmeregulierung helfen. Gleichzeitig sind große Ohren ein funktionelles Merkmal: Katzen mit großen, weit geöffneten Ohren nehmen ihre Umgebung akustisch besonders fein wahr.

Rassen mit besonders großen Ohren

Abessinier

Die Abessinierkatze zählt zu den elegantesten und aktivsten Katzenrassen überhaupt. Ihr schlanker, muskulöser Körper und das charakteristisch getickte Fell fallen sofort auf – doch auch ihre großen, aufrecht stehenden Ohren sind ein typisches Merkmal. Sie verleihen dem Abessinier einen wachen, neugierigen Ausdruck, der gut zu seiner Persönlichkeit passt: Diese Rasse ist lebhaft, aufmerksam und ständig in Bewegung. Langeweile verträgt sie schlecht – wer einen Abessinier hält, braucht viel Zeit für Spiel und Beschäftigung.

Siamkatze

Die Siamkatze ist eine der ältesten und bekanntesten Katzenrassen der Welt. Ihr schlanker, langgestreckter Körper, die charakteristischen Points und die leuchtend blauen Augen sind weltberühmt. Dazu kommen markant große, spitz zulaufende Ohren, die ihrem Kopf eine dreieckige Form geben und ihr orientalisches Erscheinungsbild unterstreichen. Siamkatzen sind ausgesprochen kommunikativ, sehr anhänglich und fordern viel Aufmerksamkeit – wer eine ruhige Katze sucht, ist bei ihr eher falsch.

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Orientalisch Kurzhaar

Die Orientalisch Kurzhaar ist eng mit der Siamkatze verwandt und teilt deren markante Körperform: schmal, schlank, mit einem langen Keilkopf und sehr großen, weit gesetzten Ohren. Sie gilt als eine der rassenspezifisch größten Ohrenträgerinnen unter den Hauskatzen. Charakterlich ist sie lebhaft, intelligent und extrem menschenbezogen – ein ruhiges Dasein ist nichts für sie. Dafür entschädigt sie mit einer außergewöhnlichen Verbundenheit zu ihren Bezugspersonen.

Devon Rex

Die Devon Rex stammt aus England und fällt sofort durch ihr gelocktes Fell und ihren ungewöhnlichen Kopf auf. Die Ohren sind sehr groß, weit unten am Kopf angesetzt und verleihen ihr etwas Pixiehaftes – viele Menschen beschreiben ihr Erscheinungsbild als elfenähnlich. Charakterlich ist die Devon Rex verspielt, anhänglich und sucht ständig die Nähe ihrer Menschen. Sie gilt als sehr sozial und leidet unter langen Phasen des Alleinseins.

Cornish Rex

Ähnlich wie die Devon Rex hat die Cornish Rex ein gelocktes Fell und auffallend große Ohren – diese sitzen jedoch höher am Kopf und wirken noch markanter. Die Cornish Rex ist schlank, langbeinig und extrem agil. Sie ist verspielt, neugierig und sehr aktiv, dabei aber auch sanft und verschmust. Wer eine lebhafte, ungewöhnlich aussehende Katze sucht, findet in der Cornish Rex eine faszinierende Begleiterin.

Sphynx

Die haarlose Sphynx-Katze aus Kanada ist unverkennbar – und ihre großen, weit geöffneten Ohren tragen erheblich zu ihrem markanten Erscheinungsbild bei. Ohne Fell wirken die Ohren noch imposanter als bei anderen Rassen. Charakterlich ist die Sphynx ausgesprochen anhänglich, neugierig und kommunikativ. Sie sucht intensiv Körperkontakt und ist für kalte Räume nicht geeignet. Wichtig: Die Sphynx-Zucht ist in einigen Ländern umstritten, da fehlende Schnurrhaare und fehlendes Fell mit Einschränkungen verbunden sein können. Wer eine Sphynx möchte, sollte sich unbedingt bei einem verantwortungsvollen Züchter informieren.

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Maine Coon

Die Maine Coon beeindruckt schon allein durch ihre Größe – aber auch ihre Ohren sind bemerkenswert. Sie sind groß, breit an der Basis, leicht nach innen geneigt und oft mit charakteristischen Luchspinseln an den Spitzen versehen. Diese Pinseln sind eines der unverwechselbarsten Merkmale der Rasse und verleihen ihr etwas Majestätisches. Die Maine Coon ist freundlich, verspielt und menschenbezogen – eine der beliebtesten Rassen in Deutschland.

Bengal

Die Bengal-Katze ist aus der Kreuzung von Hauskatzen mit der Asiatischen Leopardenkatze entstanden und hat ein entsprechend wildes Erscheinungsbild. Ihre Ohren sind mittelgroß bis groß, breit angesetzt und leicht abgerundet – sie passen gut zu ihrem kompakten, muskulösen Körperbau. Die Bengal ist sehr aktiv, intelligent und braucht viel Beschäftigung und Auslauf. Für ruhige Haushalte ist sie weniger geeignet.

Scottish Fold – mit wichtigem Hinweis

Die Scottish Fold ist im Zusammenhang mit Ohren eine Besonderheit – allerdings in die entgegengesetzte Richtung: Ihre Ohren sind nach vorne geklappt, nicht groß und aufrecht. Sie wirken dadurch kleiner als bei anderen Rassen. Trotzdem wird sie in diesem Zusammenhang oft genannt, weil die Ohren ihr prägendstes äußerliches Merkmal sind.

⚠️ Achtung: Die Scottish Fold gilt in Deutschland als Qualzucht. Der Gendefekt, der für die gefalteten Ohren verantwortlich ist, führt bei allen Trägern zu schmerzhaften Knorpel- und Knochenschäden. Die Zucht ist in Deutschland tierschutzrechtlich nicht erlaubt. Wer eine ähnlich ruhige und anhängliche Katze sucht, findet in der Britisch Kurzhaar eine gesunde Alternative.

Was bedeuten große Ohren für die Pflege?

Rassen mit großen, weit geöffneten Ohren benötigen etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Ohrenpflege. Da keine schützende Haarfülle im Ohrkanal vorhanden ist, können sich Schmutz und Ohrenschmalz schneller ansammeln. Eine regelmäßige, behutsame Kontrolle der Ohren – etwa einmal pro Woche – ist bei diesen Rassen sinnvoll. Dabei sollte nie mit Wattestäbchen tief in den Gehörgang eingeführt werden; ein spezielles Ohrreinigungsmittel für Katzen und ein weicher Tupfer reichen in der Regel aus.

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Bei Anzeichen von Rötung, Geruch oder übermäßig dunklem Schmutz sollte ein Tierarzt aufgesucht werden – das können Hinweise auf Milbenbefall oder eine Infektion sein.

Häufige Fragen

Welche Katzenrasse hat die größten Ohren?

Die Orientalisch Kurzhaar und die Siamkatze gelten als Rassen mit den proportional größten Ohren. Auch die Devon Rex und Cornish Rex fallen durch ihre auffallend großen Ohren auf.

Welche Rassen haben große Ohren?

  • Orientalisch Kurzhaar
  • Siamkatze
  • Abessinier
  • Devon Rex
  • Cornish Rex
  • Sphynx
  • Maine Coon (mit Luchspinseln)
  • Bengal

Wie unterscheiden sich die Rassen mit großen Ohren?

Rasse Ohrform Charakter
Orientalisch Kurzhaar Sehr groß, weit gesetzt, dreieckig Lebhaft, kommunikativ, anhänglich
Siamkatze Groß, spitz, dreieckiger Kopf Sehr sozial, gesprächig, aktiv
Devon Rex Groß, tief angesetzt, elfenhaft Verspielt, sozial, verschmust
Abessinier Groß, aufrecht, weit geöffnet Aktiv, neugierig, unabhängig
Maine Coon Groß, mit Luchspinseln Freundlich, verspielt, familientauglich

Brauchen Katzen mit großen Ohren besondere Pflege?

Nicht zwingend – aber eine regelmäßige Ohrenkontrolle ist empfehlenswert. Bei Rassen ohne schützendes Fell im Ohrkanal (etwa Sphynx oder Devon Rex) sammelt sich Schmutz etwas schneller. Eine wöchentliche Kontrolle und gelegentliche behutsame Reinigung mit geeignetem Mittel genügen in der Regel. Bei auffälligen Veränderungen immer den Tierarzt aufsuchen.

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