Katzen Paarung - rollige Katzen (depositphotos.com)

Wie viele Katzen gibt es weltweit?

Eine genaue Zählung ist unmöglich – aber Schätzungen aus Tierschutzorganisationen, Heimtierverbänden und wissenschaftlichen Studien geben ein erstaunlich klares Bild: Die Katze gehört zu den am weitesten verbreiteten Säugetieren der Welt. Und ihre Zahl wächst weiter.

Wie viele Katzen gibt es weltweit?

Aktuelle Schätzungen gehen von rund 600 Millionen Katzen weltweit aus – inklusive Hauskatzen, Straßenkatzen und verwilderter Populationen. Davon entfallen etwa 480 Millionen auf gehaltene Hauskatzen und rund 120 Millionen auf herrenlose oder in Kolonien lebende Tiere. Einzelne Quellen schätzen die Gesamtzahl inklusive Wildkatzenarten sogar auf über eine Milliarde.

Diese Zahlen sind naturgemäß ungenau: Straßenkatzen und verwilderte Populationen lassen sich kaum vollständig erfassen. Was sich mit Sicherheit sagen lässt: Katzen sind global eines der häufigsten Haustiere – und übertreffen in ihrer Gesamtzahl sogar die weltweite Hundepopulation.

Regionale Verteilung

Region / Land Geschätzte Anzahl Hauskatzen Besonderheit
USA ca. 74 Millionen Größte absolute Hauskatzen-Population weltweit
China ca. 70 Millionen (urban) Stark wachsender Heimtiermarkt, besonders in Städten
Brasilien ca. 33–34 Millionen Größte Katzenpopulation Südamerikas
Russland ca. 23 Millionen Mehr Katzen als Hunde – ungewöhnlich in Europa
Deutschland ca. 15,9 Millionen (2024) Beliebtestes Haustier vor dem Hund
Japan ca. 8,6 Millionen (Prognose 2028) Bekannt für Katzeninseln und Katzencafés
Istanbul ca. 125.000 Straßenkatzen Stadtkatzen als Teil der Stadtkultur
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Hauskatzen, Straßenkatzen, Wildkatzen – die drei Gruppen

Wenn von der weltweiten Katzenpopulation die Rede ist, werden drei sehr unterschiedliche Gruppen zusammengezählt:

  • Hauskatzen: In Privathaushalten gehaltene Katzen – schätzungsweise 480 Millionen weltweit. Sie leben sowohl als reine Wohnungskatzen als auch als Freigänger
  • Straßen- und Gemeinschaftskatzen: Herrenlose Tiere, die in Städten oder ländlichen Gebieten leben – oft von Anwohnern versorgt, aber nicht offiziell gehalten. Rund 120 Millionen weltweit
  • Verwilderte Katzen: Nie sozialisierte Tiere, die vollständig unabhängig von Menschen leben. Ihre genaue Zahl ist kaum erfassbar

Dazu kommen weltweit 36 Wildkatzenarten – von der kleinen Schwarzfußkatze Afrikas bis zum Sibirischen Tiger. Diese werden in der Haustier-Statistik nicht mitgezählt, gehören aber zur Familie der Katzenartigen (Felidae).

Warum wächst die Katzenpopulation?

Die globale Katzenpopulation ist in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen – aus mehreren Gründen:

  • Urbanisierung und Singularisierung: In wachsenden Städten leben mehr Menschen alleine – Katzen sind ideale Begleiter für kleinere Wohnungen mit wenig Zeitressourcen
  • Asiatischer Mittelstandswachstum: In China, Japan und Südostasien ist Haustierhaltung ein vergleichsweise junges Phänomen, das rapide wächst
  • Fehlende Kastrationsprogramme: In vielen Ländern gibt es keine flächendeckenden Kastrationsprogramme für Straßenkatzen – was zu unkontrolliertem Wachstum der Populationen führt

Katzen und ihre Auswirkungen auf die Umwelt

Die hohe Katzenpopulation hat ökologische Konsequenzen. Freilaufende und verwilderte Katzen gelten weltweit als eine der bedeutendsten Ursachen für den Rückgang von Kleinvogel- und Kleinsäugerpopulationen – besonders auf Inseln, wo einheimische Tierarten keine evolutionäre Erfahrung mit Katzen als Raubtieren haben. In Australien und Neuseeland ist der Einfluss verwilderter Katzen auf die einheimische Fauna besonders gut dokumentiert.

Häufige Fragen

Wie viele Katzen gibt es weltweit?

Aktuelle Schätzungen gehen von rund 600 Millionen Katzen aus – inklusive Hauskatzen und herrenlosen Tieren. Manche Quellen, die auch verwilderte Populationen einrechnen, schätzen die Zahl auf über eine Milliarde. Eine exakte Zählung ist nicht möglich.

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In welchem Land gibt es die meisten Katzen?

In absoluten Zahlen führen die USA mit rund 74 Millionen Hauskatzen. China holt jedoch stark auf – allein in urbanen Haushalten leben schätzungsweise 70 Millionen Katzen. Russland hat den höchsten Anteil katzenhaltender Haushalte in Europa.

Gibt es mehr Katzen oder mehr Hunde auf der Welt?

Weltweit gibt es mehr Katzen als Hunde – wenn man alle Kategorien einrechnet. Bei reinen Haustierpopulationen ist das Verhältnis je nach Region unterschiedlich: In Deutschland beispielsweise sind Katzen häufiger als Hunde, in Lateinamerika hingegen eher Hunde.

Warum ist die Anzahl der Straßenkatzen so schwer zu schätzen?

Straßenkatzen sind mobil, scheu und in vielen Regionen kaum erfasst. Populationen verändern sich schnell – durch Fortpflanzung, Sterblichkeit und Zuzug. In Ländern ohne systematische Tierschutzprogramme gibt es keine verlässlichen Daten.

Was sind TNR-Programme?

TNR steht für Trap-Neuter-Return – auf Deutsch: Fangen, Kastrieren, Zurücksetzen. Straßenkatzen werden eingefangen, kastriert und an ihren Ausgangsort zurückgebracht. Diese Methode gilt als human und effektiv zur langfristigen Reduzierung von Straßenkatzenpopulationen – ohne Massentötung.

Wie viele Katzen leben in Deutschland?

Laut IVH und ZZF lebten 2024 rund 15,9 Millionen Katzen in deutschen Haushalten – damit ist die Katze das beliebteste Haustier in Deutschland, noch vor dem Hund. Die Zahl hat sich seit 2008 nahezu verdoppelt.

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