Ragdool-Katze (depositphotos.com)

Was gibt es für Rassekatzen?

Die Welt der Rassekatzen ist erstaunlich vielfältig. Ob riesige Maine Coon, elegante Siamkatze oder haarlose Sphynx – jede Rasse hat ein eigenes Erscheinungsbild, einen eigenen Charakter und eigene Bedürfnisse. Wer sich für eine Rassekatze interessiert, sollte wissen, was die verschiedenen Rassen unterscheidet und worauf es bei der Wahl ankommt.

Weltweit sind je nach Zuchtverband zwischen 40 und über 70 Rassen anerkannt. Die bekanntesten Verbände – FIFé, TICA und WCF – unterscheiden sich leicht in ihrer Anerkennung einzelner Rassen. Was alle Rassekatzen gemeinsam haben: Sie wurden über Generationen auf bestimmte Eigenschaften hin gezüchtet – Fell, Körperbau, Farbe oder Temperament.

Kurzhaarkatzen

Kurzhaarkatzen sind die am häufigsten gehaltene Gruppe. Ihr Fell ist pflegeleicht, haart weniger als Langhaarrassen und braucht in der Regel nur gelegentliches Bürsten.

Britisch Kurzhaar

Die Britisch Kurzhaar ist eine der beliebtesten Rassen Deutschlands. Sie ist ruhig, ausgeglichen und sehr anpassungsfähig. Ihr dichtes Plüschfell und ihr rundes Gesicht machen sie unverwechselbar. Sie kommt gut mit Wohnungshaltung zurecht und ist unkompliziert in der Pflege.

Siamkatze

Die Siamkatze ist eine der ältesten und bekanntesten Rassen der Welt. Sie stammt aus Thailand und ist für ihre blauen Augen, das Pointed-Fell und ihre charakteristische Stimme bekannt. Siamkatzen sind sehr menschenbezogen, kommunikativ und fordern aktiv Aufmerksamkeit ein.

Bengalkatze

Die Bengalkatze ist eine Kreuzung aus Hauskatze und asiatischer Leopardenkatze. Ihr gepunktetes oder marmoriertes Fell erinnert an einen Leoparden. Bengals sind sehr aktiv, intelligent und brauchen viel Beschäftigung und Auslauf.

Tipp zum Lesen:  Welche Katzenrasse passt zu Maine Coon

Abessinier

Der Abessinier ist eine der ältesten Rassen überhaupt. Sein kurzes, geticktes Fell und seine großen Ohren geben ihm ein wildes Aussehen. Abessinier sind lebhaft, neugierig und sehr intelligent – sie brauchen viel Beschäftigung und sollten nicht dauerhaft alleine gehalten werden.

Russisch Blau

Die Russisch Blau hat ein charakteristisches blaugraues Fell und leuchtend grüne Augen. Sie ist ruhig, sensibel und sehr auf ihre Bezugsperson bezogen. Fremden gegenüber ist sie zunächst zurückhaltend, entwickelt aber tiefe Bindungen zu ihrer Familie.

Langhaarkatzen

Langhaarkatzen brauchen mehr Pflege als Kurzhaarrassen – regelmäßiges Bürsten ist bei den meisten Pflicht, um Verfilzungen zu vermeiden.

Maine Coon

Die Maine Coon ist die größte anerkannte Hauskatzenrasse. Rüden erreichen regelmäßig 7 bis 10 Kilogramm. Trotz ihrer Größe ist sie außergewöhnlich sanft, verspielt und menschenbezogen. Ihr halblanges Fell ist pflegeleichter als das einer Perserkatze.

Perserkatze

Die Perserkatze ist eine der klassischsten Rassekatzen. Ihr langes, üppiges Fell und ihr ruhiges Temperament machen sie zur idealen Wohnungskatze. Das Fell braucht tägliche Pflege – wer das einplant, bekommt eine außergewöhnlich ruhige und anhängliche Begleiterin.

Ragdoll

Die Ragdoll ist groß, sanft und sehr menschenbezogen. Sie lässt sich beim Hochheben vollständig entspannen – wie eine Stoffpuppe. Ragdolls sind ideal für Familien und ruhige Haushalte, kommen gut mit Kindern zurecht und haben einen niedrigen Jagdtrieb.

Norwegische Waldkatze

Die Norwegische Waldkatze ist robust, kletterfreudig und für raues Klima gemacht. Ihr dichtes Doppelfell schützt sie vor Kälte. Sie ist aktiv und braucht Auslauf oder gesicherten Freigang – als reine Wohnungskatze braucht sie zumindest viele Klettermöglichkeiten.

Birma (Heilige Birma)

Die Heilige Birma ist sanft, ausgeglichen und sehr anpassungsfähig. Ihr Erkennungsmerkmal sind die weißen Pfoten. Sie ist eine unkomplizierte Familienkatze, die gut mit Kindern und anderen Tieren auskommt.

Tipp zum Lesen:  Welche Katzenrasse hat gelbe Augen

Haarlose und Rex-Rassen

Sphynx

Die haarlose Sphynx hat kein Fell – nur eine feine Daunenunterlage auf der Haut. Sie ist wärmeliebend, sehr anhänglich und sucht ständig die Nähe von Menschen. Dafür braucht sie regelmäßige Hautpflege.

Devon Rex und Cornish Rex

Beide Rassen haben ein sehr kurzes, welliges Fell ohne nennenswerten Unterpelz. Sie haaren kaum und sind pflegeleicht. Devon Rex und Cornish Rex sind lebhaft, verspielt und sehr anhänglich.

Worauf bei der Wahl einer Rassekatze achten?

  • Aktivitätsniveau: Lebhafte Rassen wie Bengal oder Abessinier brauchen viel Beschäftigung – ruhige Rassen wie Perser oder Britisch Kurzhaar sind anspruchsloser
  • Fellpflege: Langhaarrassen wie Perser oder Maine Coon brauchen tägliches Bürsten – Kurzhaarrassen sind pflegeleichter
  • Platzbedarf: Große, aktive Rassen brauchen mehr Platz und Kletterstruktur als ruhige Wohnungskatzen
  • Sozialverhalten: Manche Rassen (Siam, Burmese) leiden unter langen Alleinsein-Phasen – sie sollten zu zweit gehalten werden
  • Haltungsvorschriften: Bei Hybridrassen wie Savannah oder Bengal früher Generationen gelten in Deutschland besondere Auflagen

Wo bekommt man eine Rassekatze?

Quelle Vorteile Hinweise
Seriöser Züchter Stammbaum, Impfpass, Gesundheitschecks, Einblick in Aufzucht Mitglied in Zuchtverband (FIFé, TICA, WCF) prüfen
Tierheim Günstig, Tier bekommt neues Zuhause Rassekatzen seltener, Vorgeschichte oft unbekannt
Privat Oft günstiger, Tier in gewohnter Umgebung sehen Keine Garantien – Impfstatus und Herkunft sorgfältig prüfen

Verwandte Themen

Was gibt es für Katzenrassen

Warum gibt es mehr Hunderassen als Katzenrassen

Tipp zum Lesen:  Welche Katzenrasse bei Katzenallergie?

Katzenrassen welche passt zu mir

Die beliebtesten Katzenrassen der Welt

Welche Katzen bleiben Klein

Katzenrassen

Letzte Aktualisierung am 3.06.2026 / Affiliate Links* / Bilder* von der Amazon Product Advertising API, ebenso Preise und Artikelbeschreibungen - keine  Gewähr / Platzierung nach Amazonverkaufsrang

More Reading

Post navigation